Mit neuen persönlichen Bestleistungen und einigen Lehrstunden kehrten die Altenburger Leichtathleten nach den ersten Thüringer Hallenlandesmeisterschaften unter Pandemiebedingungen in den Einzeldisziplinen und den Mehrkämpfen in ihre Heimat zurück.

Foto (Birgit Berauer): v.l. Jürgen Seidel, Angela Riemann, Leon Quaas, Oliver Scheps, Oskar Berauer, Sebastian Patzelt und Sandra Kramer
Übung macht den Meister. Selbstkritisch und reflektiert Schwächen zu identifizieren setzt regelmäßiges Üben und eine gewisse Portion Selbsteinschätzung voraus, um besser zu werden. Beides war während der Pandemie nicht immer möglich. Am besten umgesetzt haben ihr Können trotz der vorausgegangenen Einschränkungen Oskar Berauer (MJ U18) mit übersprungenen 1,75 m im Hochsprung und Aaron Fischer (M15) im Fünfkampf (2.361 Pkt: 800 m: 2:29,63 Min; 60 mH: 9,8 s; Hoch: 1,48 m; Weit: 5,01 m; Kugel 4 kg: 7,97 m).

Foto (Andreas Prautsch): Aaron Fischer (971)
Berauer bestätigte seine gute Formkurve auch nach der erzwungenen Trainingsunterbrechung sowie dem Hallenmeeting aus der Vorwoche und scheiterte nur knapp an seiner persönlichen Bestleistung von 1,80 m. Im Weitsprung erreichte Oskar Berauer mit überflogenen 4,74 m Rang neun. Aaron Fischer erzielte während seines hervorragenden Mehrkampfes gleich vier persönliche Bestleistungen. Den Anschluss an das Siegerpodest verpasste er gerade einmal um 147 Punkte.
Leon Quaas (M) nahm im 60 m Sprint und Weitsprung in einem Starterfeld mit hoher Leistungsdichte und internationaler Wettkampferfahrung teil. Quaas sprintete in 7,86 s bis ins Finale, hatte dort hingegen mit 7,88 s und erreichtem Platz 7 kein Wort um den Sieg mitzureden. Im Weitsprung sicherte er sich mit übersprungenen 5,30 m eine Platzierung in der Top 5.
Das berühmte Lehrgeld nach einer langen Trainingspause mussten insbesondere Oliver Scheps und Sebastian Patzelt (beide MJ U18) zahlen. Oliver Scheps verpasste nach dem Altersklassenwechsel im Kugelstoß (5 kg: 9,4 m) den Anschluss an die Spitze und 8. Platz deutlich. Wie auch Sebastian Patzelt, der im Weitsprung den positiven Trend aus der Wettkampfvorwoche mit Platz elf nicht halten konnte. Im 60 m Sprint reichten 8,15 s für Patzelt und 8,22 s für Scheps leider nicht für die Qualifikation in das Finale.
Sprichwörtlich die Goldmedaillen aus dem Feuer holten die teilnehmenden Erwachsenen um Angela Riemann (W40) und Andreas Prautsch (M30). Beide erzielten neue persönliche Bestzeiten in verschiedenen Disziplinen.
Riemann gelang eine Steigerung ihrer 60 m Zeit (9,55 s) um fast eine halbe Sekunde und wurde darin Landesmeisterin. Prautsch gelang über die 800 m Strecke eine Verbesserung um 3,5 s auf 2:13,32 Min. Neben den 800 m krönte Andreas Prautsch sich auch über die 200 m (26,53 s) und im Vierkampf (1.835 Pkt: 60 m: 8,28 s; 800 m: 2:17,05 Min; Weit: 5,11 m; Kugel 7 kg: 6,59 m) zum alten und neuen Thüringer Landesmeister der M30. Neue Vizelandesmeisterin über die 200 m Distanz in der W40 wurde Angela Riemann in 33,37 s.
Andreas Prautsch