Mit neuen persönlichen Bestleistungen und einigen Lehrstunden kehrten die Altenburger Leichtathleten nach den ersten Thüringer Hallenlandesmeisterschaften unter Pandemiebedingungen in den Einzeldisziplinen und den Mehrkämpfen in ihre Heimat zurück.

Foto (Birgit Berauer): v.l. Jürgen Seidel, Angela Riemann, Leon Quaas, Oliver Scheps, Oskar Berauer, Sebastian Patzelt und Sandra Kramer

Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des SV Lerchenberg Altenburg e.V. in der Sporthalle des Altenburger Lerchenberggymnasium wurde Bernd Heindl für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Er erhielt in Würdigung seiner langjährigen Tätigkeit als Trainer und Vorstandsmitglied die GuthMuths-Ehrenplakette in Bronze. Die Ehrung nahmen der Kreisjugendwart des Kreissportbundes Altenburger Land, Florian Voos, und der Vereinsvorsitzende des SV Lerchenberg Torsten Rist vor. 

Landesoffener Bahnanschluss Neukieritzsch

Zum letzten Mal während dieser pandemiebedingt kurzen Saison ging der Herzschlag nach oben: „Oskar Berauer“ ertönte die Aufforderung des Kampfrichters zum Hochsprung. Im dichten Nebel und bei unangenehmen Temperaturen gegen null Grad. Nicht nur vor Aufregung wurde am frühen Morgen zum landesoffenen Bahnabschluss in Neukieritzsch gezittert. Auch weil der Fünfzehnjährige, der im September erst die 1.68 m überquerte sich nun anschickte, seine kürzlich erreichte Besthöhe von 1.80 m zu bestätigen. Rhythmischer Anlauf; ideale Kurveninnenlage; effektive Lattenüberquerung: Höhe von 1.75 m mit Bravour gemeistert! Mehr war bei diesen Bedingungen an diesem Tag nicht möglich. Dafür reichte es zu einem hervorragenden ersten Platz in seiner Altersklasse und sehr guten Platz drei bei den Männern aus Sachsen, Thüringen und Sachsen - Anhalt. Rang vier gelang Oskar Berauer in der männlichen U16 zudem im Weitsprung bei erreichten 4.58 m.

hintere Reihe v.l. Sandra Kramer, Oliver Scheps und Jürgen Seidel; vordere Reihe Leon Quaas, Andreas Prautsch und Oskar Berauer

Der Tag der Weit- und Hochspringer, der große Tag der ganz Kleinen oder auch der Tag der Leichtathletik Neueinsteiger. Die Kreisjugendspiele der Leichtathleten des Kreissportbundes Altenburger Land boten so einiges. Doch beginnen wir von vorn.

Warum legt man das Deutsche Sportabzeichen ab?

Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Es ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsportes und wird als Leistungsabzeichen für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen.

Nebenbei dient es als Nachweis bei verschiedenen Bonusprogrammen der Krankenkassen und ist Voraussetzung für verschiedene Ausbildungen des öffentlichen Dienstes (u.a. Polizeidienst).

Beim SV Lerchenberg Altenburg trainieren circa 90 Kinder und Jugendliche aus Altenburg und Umgebung die vielseitige Sportart Leichtathletik. Seit fünf Jahren werden auch Vorschulkinder im Alter von 4 bis 6 Jahren in einer eigenen Gruppe betreut. Damals erhielten die Trainer Anfragen von Eltern, deren größere Kinder bereits beim SV Lerchenberg trainierten, ob auch jüngere Kinder teilnehmen könnten. So entstand die Idee von einer Trainingsgruppe für Vorschulkinder. Die beiden Trainerinnen Sandra und Beatrice Seifert begannen mit fünf Kindern.

Der Kampfrichter Florian Voos schaut zur Startlinie der letzten Mitteldistanz des Tages: „Auf die Plätze!“ - Peng; der Startschuss ist gefallen zum abschließenden Kräftevergleich und für die ersten Leichtathletikkreisjugendspiele des Jahres 2020.

Durch die Erfüllung eines aufwendigen Pandemieschutzkonzeptes für diese Kreismeisterschaften, wie sie früher hießen und deren Bestätigung durch das Gesundheitsamt sowie den Sportbund, konnten diese nun stattfinden. Auf dem Schmöllner Pfefferberg trafen sich alle Leichtathletikvereine des Landkreises, um ihre jüngsten Athletinnen und Athleten ins Rennen zu schicken. Nach fast siebenmonatiger Wettkampfpause entstand bei vielen Teilnehmern eine große Erfahrungslücke. Nun zeigte sich, wer diese lange Pause für eine ausführliche Trainingsphase zum Positiven für sich bewenden konnte.

Laura Teichert (Nr. 331)

Mit schmerzverzerrten und erschöpften Blick schaut Henry Lennox Heilmann zurück. Zurück auf einen ersten Wettkampftag, der „der alles andere als perfekt war“ und einen zweiten, in dem er in physischen und mentalen Aspekten über sich hinaus gewachsen war.

 

Erneute Steigerung seiner Bestleistung

Letztes Wochenende fanden in Halle die Mitteldeutschen Mehrkampfmeisterschaften der Leichtathleten statt. Mit von der Partie war der Lödlaer Lennox Heilmann im Neunkampf. Lennox Heilmann (SV Halle, vorher SV Lerchenberg Altenburg) kehrte dabei mit einer persönlichen Bestleistung nach Hause zurück. Er gewann in der Altersklasse M14 mit 5.047 Punkten den Wettbewerb vor seinen beiden Vereinskameraden Lennard Noel Willner und Mika Laue.

Erfurt. Am vergangenen Wochenende nahmen drei Leichtathleten des SV Lerchenberg Altenburg am Sommermeeting im Erfurter Steigerwaldstadion teil. Für die jungen Sportler war es der erste Wettkampf seit über fünf Monaten.

Bild (Sandra Kramer): v.l. Oskar Berauer, Oliver Scheps und Leon Quaas